53. Ausfahrt der Freunde alter Fahrzeuge Dachau e.V. (Herbstausfahrt)
Wann weiß der gewiefte Oldtimerfahrer wann
Herbst ist ??
Erstens, wenn der Bauer seine Ernte einfährt und Zweitens wenn die Freunde
alter Fahrzeuge ihre 2. Jahresausfahrt ansetzen. Und dies geschah am 02. September
2007. Es war bereits die 53. Ausfahrt !! seit dem Bestehen des Vereines. Sie
führte uns diesmal nach Markt Aindling. Start war wie immer am Kaufland-Parkplatz
in Dachau. Dort hatten sich - bei immer schöner werdendem Wetter - schon
eine Menge Motorräder, Oldtimer und auch eine stattliche Anzahl von Zuschauern
eingefunden. Genauer spezifiziert waren diesmal 29 Motorräder, dazu 5
Gespanne, 74 Autos und die stattliche Anzahl von über 174 Fahrer und
Beifahrer gemeldet. Nicht schlecht für einen Oldtimerverein mit rund
123 Mitgliedern!
Die Wegstrecke hatte wie immer Streckenwart Paul
Einertshofer ausgetüftelt, der sich aber leider zum Ausfahrts-Zeitpunkt
mit seinem Kur (-schatten ??) Aufenthalt beschäftigen mußte….
Vorher hatte er aber noch ganze Arbeit geleistet und mancher Streckenabfahrer
fragte sich: wie kann jemand so eine Strecke, quer durch die herrliche bayerische
Landschaft, teils auf (Gott sei Dank geteerten) Wirtschaftswegen ausbrüten
?? Wir werden dem Paule demnächst mal auf die Finger sehen und natürlich
darüber einen Bericht anfertigen und veröffentlichen.
Die Fahrzeuge wurden diesmal in „Langsame“, angeführt von
Karl Goeb ( der aber sich und sein Fuldamobil bei Schauerschorn ein 10 prozentiges
Gefälle todesmutig hinabstürzte ) und „Schnelle“ mit
Nik Deichl aufgeteilt. Daß beim Starten des ersten Motors schon fast
alle Fahrer und Beifahrer ungeduldig zu ihren Fahrzeugen eilten, sich an den
Ausfahrten des Parkplatzes drängten, um ja dabei zu sein und nicht vergessen
zu werden, werteten die Fachleute als Normales Verhalten von Oldtimerverrückten…Erschwerend
für einige „Schnelle“ kam hinzu, daß die „Langsamen“
einen zeitlichen Vorsprung zugestanden bekamen. Ein paar „Schnelle“
waren zwischenzeitlich nicht mehr zu halten und werden sich sicher beim Nächstenmal
bei den „Langsamen“ anmelden !!
Die Strecke führte über Hebertshausen, Ampermoching, Röhrmoos, Markt Indersdorf und Hirtlbach Richtung Altomünster. Über Tödtenried, Rieden, Laimering, Zahling nach Markt Aindling zum Gasthof Moosbräu. In etwa waren bis hierher 75 Kilometer zu bewältigen. Dabei ging es Bergauf und Bergab, um Ecken und Kurven, es wurden Vorfahrtsstraßen überquert und 10 % Gefälle überwunden. Für manche der teilnehmenden Fahrzeuge schon eine Herausforderung, die aber von allen ohne Wenn und Aber gemeistert wurden. Respekt. Im Gasthof Moosbräu war für uns der Saal im ersten Stockwerk reserviert. Als die letzten „Schnellen“ Teilnehmer eintrafen, waren die ersten „Langsamen“ schon am Verdauen des ersten Ganges, dem Salat. Die zeitliche Verzögerung der Ankommenden hatte natürlich den Vorteil, daß die Mannschaft des Moosbräues das Auftischen der bestellten „Einheitsspeise“ Schnitzel Wiener Art mit Kartoffelsalat, gut im Griff hatten und die hungrigen Mäuler kurzfristig zufrieden stellen konnten. Wir wollen hier festhalten, daß die gleichmäßige Verteilung der Essen und die dazugehörige sonstige Bewirtung, von allen bisher von uns angefahrenen Gaststätten am Besten funktioniert hat. Da sprechen wir den Wirtsleuten, Familie Gutmann ein großes Kompliment aus.
Kaum hatten unsere Leute das Essen vertilgt,
wurde bezahlt und innerhalb kürzester Zeit war der Saal leer !! Einigen
Verwunderten wurde klargemacht: so sind sie halt, die Automobilsten. Siehe
auch oben!
Der direkte Rückweg führte über Aichach, Untergriesbach, Tandern,
Pipinsried, Markt Indersdorf direkt in den Biergarten vom Gasthaus Kiermeir
in Arzbach. Endlich wieder daheim….
Bei Kaffee und Kuchen wurden an den Tischen die Einzelheiten der Tagesfahrt
durchgesprochen, diskutiert was man bei den Ausfahrten noch besser machen
könnte, wann die Grenzen des Machbaren erreicht sind etc.
Karl Goeb, der auf der Rückfahrt seine hinter ihm fahrende zweier Motorrad-
Eskorte an einigen Steigungen aufgrund schwindender Geschwindigkeit mehrmals
fast zum Umfallen gebracht hätte, ehrte wie bei unseren Ausfahrten üblich
einige Teilnehmer:
- ältestes Fahrzeug: Rolf
Thiele, Austin Seven, Baujahr 1926
- zweit ältestes Fahrzeug : Horst Schlag, Aero 30 C, Baujahr 1934
- ältestes Motorrad: Frau !! Barbara Scherer , Triumpf B200 Baujahr 1936
- ältestes Motorrad: Adi Nefzger MBW R2. Baujahr 1936
So nach und nach verschwand die Herbstsonne aus
Arzbach und damit auch unsere tapferen
53. Ausfahrtsteilnehmer. Ich möchte sagen: ein schöner Tag und auch
Dank an die Helferlein die diesen Tag ermöglicht haben.
Wir warten schon wieder mal ungeduldig ( siehe oben), aber diesmal auf die
nächste Ausfahrt.
Haltet die Maschinen in Ordnung. Bis zum Nächstenmal.
Euer Dieter Schäfer
53. Ausfahrt
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