Rund um unsere 43. Ausfahrt
Ein Situationsbericht von Karl Goeb
Ich mochte es wieder mal nicht glauben als ich um 7:00 Uhr zum Fenster raus
sah. Da plant man Monate vorher den Termin für diese Frühjahrs-
Ausfahrt und alles was drum herum so alles erforderlich ist und man sieht
nichts als Wolken und Regen. Jetzt schon zum drittenmal hintereinander, lt.
meinen Aufzeichnungen. Es hilft nichts, da muss man durch. Auf Grund unserer
Anzeichen in div. Zeitungen läutet das Telefon fast pausenlos. Das letzte
mal Nachts um zwei Uhr, da bin ich aber nicht ran gegangen. Ich reiße
mein Fuldamobil aus der Garage, erstens muss ich Kilometer darauf fahren zweitens
hat der Wetterbericht Sonne und Wolken angekündigt und drittens wollte
mein Sohn Michael mit dem 700ter fahren, um seine Braut auszufahren !!
Der Samstag war schließlich wettermäßig super. 5 vor 8:00
Uhr düste ich hinter zum Parkplatz Kaufland, er liegt ganz in meiner
Nähe. Nachdem ich weggefahren bin, im leichten Nieselregen, haben übrigens
noch zwei angerufen, die Auskunft haben wollten, erzählte mir meine Frau
etwas später. Als ich ankam war schon Hans Böck, Franz Samhuber
und unser Verköstiger Müller, der fluchend ( warum ?) sein Pavillon
aufbaute. Nachdem wir unsere Fahne aufgespannt und verschiedene Dinge gemacht
hatten, halfen Hans und ich dem Hr. Müller seine Utensilien aufzubauen,
dann kam auch schon Conny um die Ecke gedüst und der Infostand wurde
aufgebaut. 
Später
hat Sami sogar wegen des Regens seinen Pavillon darüber gestülpt
und es dauerte nicht lange und die ersten Mitglieder , Gäste und Teilnehmer
trafen ein. Ich wurschtetle mein Megaphon zurecht, machte guten Morgen Durchsagen
und Reklame für Müllers Weißwürschte mit Betzen und für
seine frischen Waren. Natürlich gab ich auch über Megaphon unseren
WC Standort bekannt, der wieder mal sehr gut ankam. Zwischenzeitlich gab Paul
den Personenstand der Wirtin Frau Hackl telefonisch durch, um besser disponieren
zu können.
Ich begrüßte Bekannte und neue Gäste, hier ein Schwätzchen dort eine Neuigkeit, Rudi stellte mir Johann Plank vor, der mit einem BMW DIXI DA 3 Rennwagen gekommen ist, allerdings in einem geschlossenem Anhänger, tolles Fahrzeug mit 15!! Jahren Restaurationszeit. Zwischenzeitlich kündigte ich per Megaphon die Fahrerbesprechung für ca. 10:00 Uhr an, machte noch ein paar Fotos und sprach mich mit Paul ab , wann wir an besten losfahren sollten. Ich dachte nicht, daß bei diesem Wetter so viele kamen, am Ende hatte Conny und Sami 96! Teilnehmer gezählt. Nachdem ich über Megaphon bei der Fahrerbesprechung alle im Namen vom Verein FaF begrüßt und den Tagesablauf beschrieben habe, kündigte ich die Abfahrt für ca. 10:30 an und die Motorradfahrer wurden schon ganz unruhig und starteten ihre Maschinen.
Und los ging` s, alle
fuhren zügig aus dem Parkplatz. Um eine Kolonne zu vermeiden, dachte ich
mir wäre Pulkfahrweise das Beste und hielt ein paar Fahrer an, um ein wenig
zu warten. Das hielt aber nicht lange, denn jeder hat den anderen wieder eingeholt.
Wie ich später hörte ging es dem einen zu langsam ( 6 Zylinder Motor
brauchen Sporen! ), dem anderen zu schnell, wie zum Beispiel mir. Ich machte
mit meinem Rutscherl den viert- letzten, meine Frau las mir den Straßenverlauf
vor und ab ging die Post und ich sah bis zum technischen Halt niemanden mehr
vor mir fahren. Herrliche Strecke dachte ich, nur beim Abfahren mit Paul und
Nik im April, sah alles ganz anders aus, da war alles ganz gelb vor lauter Raps
und Löwenzahn!! 
Beim technischen Halt
erzählte mir der Johann Plank, er fuhr seinen DIXI im Anhänger hinter
sich her, in 5 Minuten seine gesamte Restaurierungsgeschichte, die sich immerhin
15 ! Jahre hinzog während mir ein anderer Teilnehmer seine Story von seiner
nicht gültigen EURO- Cart mitteilte und mich um Geld anpumpte, sonst könne
er nicht mehr tanken. Kaum vom Wald heraußen, kann schon Volker angedüst
und sagte, es geht weiter. Bei jedem Anstieg sah ich die Kolonne vor mir wieder
weiter weg ziehen.
Als wir in Dettenhofen eintrafen waren schon alle Parkplätze belegt und
der Rest von uns fuhr einfach in den nächsten Hof, nach der Wirtschaft,
da waren wir gut aufgehoben. In dem Saal bei der Fam. Hackl war schon fast alles
belegt und es war gut so, dass der Paul so große Räumlichkeiten vorbelegen
konnte. Mich hat besonders gefreut, dass viele Club Mitglieder bereits ihr neues
Polo Hemd anhatten, um sich so mit dem Verein zu identifizieren, das konnte
man im Saal gut erkennen. Das Mittagessen ging rasch von der Hand, immerhin
wurden 160 ! Essen ausgegeben, sagte mir die Wirtin, beim Abschied. Nachdem
wir beim Essen fassen auch einer der letzten waren dauerte es nicht lange und
die ersten fragten schon nach den Präsent. Ich hatte meinen letzten Bissen
noch nicht im Mund und auch die Vorstandschaft drängte auf eine Verteilung
hier im Saal, eine sehr gute Entscheidung, wie sich später herausstellte.
Also nichts wie nach
vorne und mit Sami die neuen Cappen mit unserem Vereins- Initialen nach den
entsprechenden Anmeldungen verteilen und unter das Oltimervolk bringen, die
übrigens sehr gut ankamen. Und auch die Kindercappen wurden uns buchstäblich
"aus der Hand gerissen". Zwischendrin hat mich noch ein Oldi Kollege
am Mobil Telefon angerufen, er sei jetzt mit seinem Messerschmitt Tiger in Pettenhofen
bei Ingolstadt und er findet den Gasthof Hackl nicht ! Also musste ich ihn aufklären
wo wir sind. Was so ein ( P ) Buchstabe doch ausmacht!!
Die Zeit ging rasend schnell vorbei und alle wollen wieder fahren und so zog ich als einer der letzten Richtung Heimat, hinter mir Horst Schlag und mein Sohn. Wir hatten kaum Dettenhofen, Alteneich, Edelshausen hinter uns und fuhren Richtung Schrobenhausen fing es an zu giessen. Wir fuhren langsamer und langsamer, denn das waren Regengüsse, die ich in meiner 12 jährigen Oldtimer Praxis noch nicht erlebt habe. Mein kleiner Scheibenwischer, der nur zweimal in der Minute hin und her geht, schaffte das bei weitem nicht, meine Frau musste andauernd die Scheibe abwischen und das Wasser brach von beiden Türen auf uns herunter, währen wir nach der Wegbeschreibung fahren sollten. Gut daß ich bereits sechs Löcher in den Boden gebohrt habe, dass das Wasser ablaufen kann. Es war chaotisch. Wir blieben ein paar Minuten unter einem Baum stehen, denn da waren schon ein paar Motorradler, um auf besseres Wetter zu hoffen, aber es wurde immer schlimmer und so entschieden wir uns weiter zu fahren. In Schrobenhausen war es am schlimmsten, denn in unserem eigen Streß rief von hinten aus unser Sohn am Handy an, er hätte beinahe einen Mega- Chrash gehabt, weil ihm einer die Vorfahrt nahm und er nur mit einer Vollbremsung schlimmstes verhindert hat!! Hoffentlich geht das alles gut, denke ich, das war kein Genuß.
Irgendwann hinter Stadelham wurde der Regen dann immer schwächer und bei Glonn waren die Staßen wieder trocken und alles war wieder völlig harmlos. In Arzbach beim Kiermeir eingetroffen die nächste Überraschung, war doch der Nebenraum für eine andere Feier vergeben und wir musste größtenteils im Restaurant und im Garten Platz finden. Gut daß das Wetter paßte und wir die Cappen bereits ausgegeben hatten, das Chaos wäre riesig gewesen! Jetzt bin ich erst mal urlaubsreif und verziehe mich in den Süden ( hoffentlich ohne Regen ) .
Es grüßt Euch
Euer 1. Vorsitzender
Karl Goeb